Es gibt inzwischen eine Vielzahl an unterschiedlichen nicht-medikamentösen Behandlungsansätzen bei ADHS im Erwachsenen-Alter.
Besonders empfohlen (siehe S3-Leitlinie bei ADHS laut AWMF) werden dabei die Psychoedukation und Ansätze aus der kognitiven Verhaltenstherapie.
Zu einer sinnvollen psychologischen ADHS-Behandlung bei Erwachsenen gehören immer mehrere Säulen: u.a.
Psychoedukation
Informationen über ADHS, typische Symptome und Erscheinungsbilder im Alltag, Abgrenzung zu anderen Diagnosen, neurologische Grundlagen, Erarbeitung von realistischen Behandlungs-Schwerpunkten, evtl. Miteinbezug von Familienangehörigen
Klinisch-psychologische Begleitung
Gestaltung sozialer Interaktionen, Umgang mit Stimmungsschwankungen, emotionaler Umgang mit der (eventuellen) Diagnose, innere Neu-Orientierung, Neu-Bewertung gemachter Erfahrungen, Behandlung von Begleitsymptomen wie Ängsten, depressiven Verstimmungen
Kognitiv-verhaltenstherapeutische Elemente
alltagstaugliche Strategien und Hilfen gegen desorganisiertes Verhalten, Umgang mit Stimmungsschwankungen, Stress-Management und Impulskontrolle
evtl. spezifische Trainings für einzelne Symptombereiche
z.B. Neurofeedback-Training für die Erhöhung der Konzentration oder die Reduzierung der generellen inneren Unruhe